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9. Weblaw Forum LegalTech

Programmübersicht

15. Juni 2023 - Zürich


08:30 -09:15 Uhr «Eintreffen, Registrierung, Welcome-Coffee»

6. OG -Aula-Foyer

Eintreffen und erste Gespräche bei einem Kaffee im Foyer der Aula im 6. OG.

09:15 - 09:30 Uhr «Begrüssung»

Franz Kummer und David Schneeberger

Franz Kummer, CEO und Gründer der Weblaw AG und Dr. David Schneeberger, Leiter Stab und Programm eTAF am Bundesverwaltungsgericht begrüssen Sie offiziell zum 9. Weblaw Forum LegalTech.

09:30 - 10:00 Uhr «Hauptreferat»

Franz Kummer

Informationen folgen in Kürze!

10:00 - 10:30 Uhr «Automatisationsmöglichkeiten durch Chatbots (wie Harvey) in der eigenen Kanzlei»

Henrik Wehrs, LegalTech Manager EU, Allen & Overy, Frankfurt am Main

Chatbots werden in vielen Bereichen eingesetzt, um die Kommunikation zwischen Kund*innen und Unternehmen zu verbessern. Auch Kanzleien können von dieser Technologie profitieren, die Prozesse optimieren und die Effizienz steigern kann. Doch jeder Einsatz bedeutet neben Chancen auch Herausforderungen und Grenzen bei der Implementierung von Chatbots in Kanzleien. Wie diese aussehen können, wie die Erfahrungswerte eines bestehenden Chatbots im Kanzleialltag sind und vieles mehr erfahren Sie in diesem Vortrag. 

Henrik Wehrs verfügt über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen IT und Legal Tech.  Vor seiner Rolle als Legal Tech Engagement Manager bei Allen & Overy in Frankfurt beriet er bereits viele Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen bei digitalen Projekten. Mit seinem Unternehmen streamlaw war er Teil des Innovationshubs einer globalen Anwaltskanzlei. Außerdem hat er als Mitgründer und Chief Technology Officer zahlreiche Technologie- und Konsumgüterunternehmen aufgebaut. Henrik Wehrs ist Dozent für Legal Tech & Innovation an der Goethe-Universität Frankfurt und unterstützt junge Unternehmer an der Technischen Universität München und der Technischen Universität Darmstadt, wo er auch Berater von HIGHEST, ihrem Innovations- und Gründerzentrum, ist.

10:30 - 11:00 Uhr «Kaffeepause»

6. OG, Aula-Foyer

Kaffeepause und Zeit für Gespräche und Networking im Foyer der Aula im 6. OG.

11:00 - 11:45 Uhr «FRAUKE - KI im Gerichtssaal gesucht!»

Frank Richter, LL.M., Präsident des Landgerichts Hanau

FRAUKE = FRankfurts Amtsgericht UrteilsKonfigurator Elektronisch)

Warum sollten Programme künstlicher Intelligenz in den Gerichtssälen Einzug halten Mit dem konkret für Fluggastrechteverfahren nach der EU-Verordnung 261/2004 für das Amtsgericht Frankfurt am Main entwickelten Programm FRAUKE und wo Grenzen eines Einsatzes von Instrumenten Künstlicher Intelligenz im Gerichtssaal liegen könnten, beschäftigt sich der Vortrag. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat zur Bewältigung der Klagewelle von Fluggastrechteklagen einen „Urteilskonfigurator“ entwickelt, welcher die Erstellung von Urteilen mithilfe von Textbausteinen, die durch eine künstliche Intelligenz ausgewählt werden, vereinfacht und unterstützt. Dieses Projekt ist das erste seiner Art in Deutschland und testet die Grenzen der richterlichen Assistenz aus. Das grundlegende Strategiepapier der Präsidentinnen und Präsidenten der Oberlandesgerichte aus dem Sommer 2022 zeigt deutlich, dass deutschlandweit ein großes Potenzial für den Einsatz von KI in Gerichten gesehen wird, aber auch
Grenzen dann überschritten werden, wenn die richterliche Entscheidungsfindung
durch KI geschieht. Projekte wie FRAUKE, OLGA und FRIDA sind erste konkrete Ansätze in deutschen Gerichtssälen, bei denen künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Der Vortrag gibt aus der richterlichen Praxis Einblicke, warum diese Programme erforderlich sind, damit Effektivität in Massenverfahren erreicht werden kann und wo zukünftige Projekte entwickelt werden sollen.

Frank Richter, LL.M. ist Präsident des Landgerichts Hanau. Er war mehrere Jahre Referatsleiter im hessischen Ministerium der Justiz für eJustice und als Vizepräsident des Amtsgerichts Projektverantwortlicher für das Projekt FRAUKE beim Amtsgericht Frankfurt an Main. Dazu war Richter Mitglied der Expertenkommission der deutschen Oberlandesgerichte zur Erstellung des Strategiepapiers zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der deutschen Justiz. Frank Richter arbeitet seit über 20 Jahren als Richter bei allen gerichtlichen Instanzen und aktuell als Vorsitzender einer Zivilberufungskammer beim Landgericht Hanau. Dazu ist er stellvertretendes richterliches Mitglied im hessischen Staatsgerichtshof. Er hat neben seinen juristischen Staatsexamina und dem Master of Laws (LL.M.) der University of Michigan auch ein Studium der Betriebswirtschaft absolviert.

11:45 - 12:30 Uhr «Persönlichkeitsschutz im Rahmen der automatisierten personenbezogenen Datenbearbeitung»

Philip Glass, Dr. iur., ZHAW, Zürich

Das Datenschutzrecht hatte schon seine liebe Mühe mit Big Data, und nun haben wir ChatGPT, Bard und Co. Mit diesen Apps ist die sogenannte künstliche Intelligenz in der Gesellschaft angekommen und soll uns im Alltag und bei der Arbeit unterstützen, wenn nicht gar ablösen. Zugleich wird auf die Bremse getreten: derzeit verlangen mehr als tausend Persönlichkeiten aus der globalen KI-Szene ein Moratorium für die Entwicklung von noch leistungsfähigeren KI-Systemen, während Ende März die italienische Datenschutzbehörde gegenüber OpenAI eine vorübergehende Beschränkung der Datenbearbeitung von italienischen Daten durch ChatGPT verfügt hat.
Vor diesem Hintergrund gehe ich der Frage nach, wo die spezifischen Herausforderungen von KI-Technologien für das Datenschutzrecht liegen bzw. welche Aspekte dieser Technologien eine eigene, spezifische Bedrohung für die Persönlichkeit und die Grundrechte der Bevölkerung darstellen.

Philip Glass, Dr. iur., Advokat, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Unternehmensrecht (ZUR) der ZHAW School of Management and Law, Post Doc am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht bei Prof. Markus Schefer und Lehrbeauftragter an der Universität Basel. Er baute von 2011 bis 2021 als Datenschutzbeauftragter die Datenaufsichtsstelle der Stadt Winterthur auf und forscht seit vielen Jahren im Bereich Datenschutzrecht und Technologie.
 

12:30 - 14:00 Uhr «Mittagspause»

Langbau (Nebengebäude, 2. OG)

Gemeinsames Mittagessen in der Lunch-Arena im Nebengebäude (Langbau, 2. OG).

14:00 - 14:30 Uhr «Juristische Fragestellungen zum Einsatz von AI»

Carmen de la Cruz, Head of Legal VE & VE CEE ICT

Im Rahmen dieses Vortrages erhalten Sie einen wertvollen Überblick über die relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und welche Herausforderungen und Chancen sich durch den Einsatz von KI in der Jurisprudenz ergeben. 

Carmen De la Cruz ist Anwältin und Notarin mit Sitz in Zug. Sie hat viele Jahre lang als IT-Anwältin in Technologie- und Telekommunikationsunternehmen gearbeitet, bevor sie als Partnerin im Technologierecht tätig wurde. Ihr Fokus liegt auf neuen Technologien wie KI, IoT oder Blockchain in Verbindung mit allen kommerziellen Aktivitäten. Mit ihrer breiten Erfahrung in den Bereichen Technologie, Datenschutz, Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht usw. unterstützt sie Mandantinnen und Mandanten bei der Gründung, dem Wachstum und der Entwicklung ihrer Unternehmen.
Seit dem 01. April 2021 ist sie Partnerin bei der Anwaltskanzlei LEXcellence AG in Baar. 

14:30 - 15:00 Uhr Bildung als Schlüssel zur KI-Kompetenz»

Dr. Valérie M. Saintot, Dr. Anita Lamprecht

Die Informationsflut zu ChatGPT zeigt deutlicher denn je, die Notwendigkeit für verständliches, fachübergreifenden, technologisches Wissen. Emotional aufgeladene Meldungen und Kontroversen führen heute oft zu lähmendem Rückzug oder rastloser Hyperaktivität. 

Es ist schwierig, das aristotelische Dreieck der Rhetorik bestehend aus Pathos, Ethos und Logos im Gleichgewicht zu halten. Es ist eine Herausforderung, Foren und Gesprächspartner:innen für einen ausgewogenen und fundierten Dialog zu finden. Ein Dialog, der das gesamt Meinungsspektrum repräsentiert. Angesichts des Entwicklungstornados von KI, wird es zunehmend mühsam, fokussiert und ausgeglichen zu bleiben. Dies kann unsere Fähigkeit trüben, eine erstrebenswerte Zukunft mitzugestalten und uns weiterzubilden sowie unsere Bedürfnisse zu verstehen und diese mit den Chancen und Risiken in Einklang zu bringen. 

In dieser Diskussion werden wir zwei Perspektiven untersuchen. Erstens, wie man im 21. Jahrhundert einen Dialograum schaffen kann, der einen demokratischen und gebildeten Diskurs fördert. Ein Diskurs, in dem divergierende Empfindlichkeiten und Kompetenzniveaus koexistieren können. Zweitens, wie man durch das Labyrinth von Informationen und Impulsen navigiert, denen wir hier und jetzt gegenüberstehen. Und, wie wir nicht auf die Bildung verzichten sollte, bevor wir überhaupt mit unsererLernreise begonnen haben.

Das Ziel dieses Gesprächs ist es, uns mit unseren Grenzen auseinanderzusetzen und unseren Horizont zu erweitern. Wir wollen auf vorhandenes Wissen aufbauen und uns mit unserer Unwissenheit anfreunden. Denn, wir müssen vermeiden, dass unnötige Risiken den einzigartigen Chancen im Weg stehen.

 

Dr. Valérie M. Saintot, LL.M, ist eine erfahrene Juristin mit postgradualen Abschlüssen in Rechtswissenschaften, Psychologie und Managementforschung. Sie begann ihre Karriere 1994 am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg und arbeitete später als Anwältin in Luxemburg, bevor sie 1999 zur Rechtsabteilung der Europäischen Zentralbank wechselte. Dr. Saintot bekleidete verschiedene Führungspositionen in den Bereichen OD, HR, Finanzkontrolle und Bürgerkommunikation und war zuletzt Leiterin der Abteilung für Gesetzgebung, DG-Rechtsdienste bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Sie widmet sich derzeit der Forschung und Lehre im Bereich Organisationsleistung, Führung und Achtsamkeit und teilt ihre Ergebnisse über künstliche Intelligenz. Dr. Saintot ist Autorin von Artikeln über den Einfluss neuer Technologien auf den Rechtsberuf, auf Führung und persönliche Entwicklung.

Dr. Anita Lamprecht ist Juristin mit langjähriger internationaler Berufs- und Lebenserfahrung als Expat. Sie beschäftigt sich vertieft mit den rechtlichen Implikationen des internationalen virtuellen Raums, dem Metaverse. V.a. der Entwicklung des Internets, den technologischen Verflechtungen mit LegalTech sowie den kulturellen Herausforderungen. Zudem ist sie Botschafterin des Liquid Legal Institute e.V. (LLI).

15:00 - 15:30 Uhr «Best practice: Prompten»

Dr. David Schneeberger

Informationen folgen in Kürze.

15:30 - 15:50 Uhr «Kaffeepause»

6. OG, Aula-Foyer

Kaffeepause und Zeit für Gespräche und Networking im Foyer der Aula im 6. OG.

15:50 - 17:30 Uhr «Elevator-Pitch»

Ihr habt eine LegalTech Innovation entwickelt, die ihr mit Praktikerinnen und Praktikern der Rechtsdienstleistungsbranche teilen und im kurzen, knackigen Format vorstellen möchtet? Dann nutzt diese Gelegenheit und bewerbt euch noch heute für einen der begehrten Plätze unseres Elevator-Pitches, im Rahmen des 9. Weblaw Forum LegalTech. Dieser wird mit freundlicher Unterstützung unseres Partners UBS realisiert.

Jetzt informieren
17:30 - 20:00 Uhr «Apéro»

Auf freundliche Einladung von YLEX

Im Anschluss an unser Forum laden wir Sie im Namen unseres Kooperationspartners YLEX ganz herzlich zu einem Stimmungsvollen Apéro in der YLEX-Boutique im Langbau der Gleisarena ein. 
Für diese Möglichkeit bedanken wir uns auch an dieser Stelle vielmals bei YLEX und freuen uns auf einen schönen Ausklang unseres Anlasses.

CHF 450
Live in Zürich

  • inkl. digitaler Unterlagen

  • inkl. Begrüssungskaffee

  • inkl. Kaffeepausen

  • inkl. Mittagessen

  • inkl. Teilnahme am The Chedi Andermatt Gewinnspiel
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CHF 350
Live via Zoom

  • inkl. digitaler Unterlagen
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Sonderkonditionen für Gruppen und Studierende

Für Gruppen ab 4 Personen und generell für Studierende bieten wir Sonderkonditionen an. Bitte kontaktieren Sie uns hierfür per Mail.

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